GFF 10/2012, S. 115

GFF 10/2012, S. 115

Trotz Euro- und Finanzkrise einen guten Preis erzielen

Gescheiterte Betriebsübergabe ist ein Jobkiller

Bis zu 33 Prozent der Unternehmen geben jedes Jahr auf, weil die Betriebsübergabe nicht gelingt. Professionelle Berater helfen, einen angemessenen Preis für die eigene Gesellschaft zu erzielen oder den Nachfolger richtig auf seine neuen Aufgaben vorzubereiten.

Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine Fortsetzung des Wachstums kleiner und mittlerer Industriebetriebe (KMU) sowie des produktionsnahen Handels in Deutschland könnten besser sein. Dies wünschen sich laut Institut für Mittelstandsforschung mehr als 65 Prozent der Teilnehmer einer zur Unternehmensnachfolge befragten, repräsentativen Gruppe von Mittelständlern.
Darüber hinaus weist der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) auf die ernste Nachfolgesituation von KMU hin. Jeder dritte Unternehmer bleibt ohne Nachfolger. Deshalb hätten in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 mehr als 5.000 mittelständische Betriebe in Deutschland mit mehr als 120.000 Arbeitsplätzen aufgegeben. Der demografische Wandel verschärft das Problem. Die Fachkraft „Chef" wird zur Mangelware. Auf der einen Seite ist jeder dritte potenzielle Nachfolger nur unzureichend qualifiziert und fast jeder zweite unterschätzt die Anforderungen einer Betriebsübernahme. Auf der anderen Seite sind gemäß DIHK die Preisvorstellungen, mit denen Unternehmer in Verhandlungen mit Nachfolgern gehen, oftmals unrealistisch. Bei mehr als 41 Prozent der Firmenchefs sei der Kaufpreis überhöht. Unternehmer sollten über professionelle Hilfe beim Verkauf nachdenken.
Vergegenwärtigt man sich die hohe wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung kleiner und mittlerer Betriebe in Deutschland, ist laut Dipl.-Kfm. Romke Bloksma von der Beratungsfirma Promecon die kompetente Unterstützung angebracht. Denn professionelle Unternehmensmakler verfügen über Fachwissen und methodische Kenntnisse in Nachfolgefragen und sind an Branchen-Know-how, Kontaktstärke, Kommunikations- sowie Umsetzungsfähigkeit zu messen. Betriebsinhaber, die diese Maßstäbe anlegen, verbessern laut Promecon ihre Chancen, den passenden Käufer zu finden und einen angemessenen Preis zu erzielen.